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Was ist Nachhaltiges Wirtschaften und CSR?

Unter „Corporate Social Responsibility“ oder kurz CSR ist die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens zu verstehen.

CSR ist die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dies umfasst soziale, ökologische und ökonomische Aspekte, wie sie etwa in international anerkannten Referenzdokumenten zur Unternehmensverantwortung ausgeführt sind, insbesondere in der ILO-Grundsatzerklärung über Unternehmen und Sozialpolitik, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, im UN Global Compact oder in der ISO 26000. Konkret geht es beispielsweise um faire Geschäftspraktiken, mitarbeiterorientierte Personalpolitik, sparsamen Einsatz von natürlichen Ressourcen, Schutz von Klima und Umwelt, ernst gemeintes Engagement vor Ort und Verantwortung auch in der Lieferkette.

Begriffliche Abgrenzung

In der Praxis verwenden viele Unternehmen die Begriffe CSR und Nachhaltigkeit weitgehend synonym. So sprechen manche Unternehmen von Nachhaltigkeitsstrategie und Nachhaltigkeitsbericht, andere von CSR-Strategie und CSR-Bericht. In der Theorie ist CSR als Konzept hingegen enger gefasst als Nachhaltigkeit: CSR bezeichnet den spezifischen Beitrag, den Unternehmen zum nachhaltigen Wirtschaften, zur Nachhaltigkeit, leisten.

Seit einigen Jahren verwenden viele Unternehmen auch häufig den Begriff Corporate Responsibility (CR) als Synonym für CSR. Manche Autoren betonen beim Konzept CR die wirtschaftliche Dimension von Nachhaltigkeit und Fragen der Unternehmensführung stärker als bei CSR, andere bevorzugen CR, um ein Missverständnis zu vermeiden: Denn das „social“ in CSR wird im Deutschen oft als „sozial“ missverstanden und CSR fälschlicherweise als Konzept interpretiert, das lediglich auf die soziale Dimension unternehmerischer Nachhaltigkeit abzielt. Entsprechend fand der Begriff Corporate Responsibility in der unternehmerischen Praxis in den letzten Jahren in Deutschland zum Teil häufiger Anwendung als CSR.

(Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS)

Corporate Citizenship bezeichnet nur das über die eigentliche Geschäftstätigkeit eines Unternehmens hinausgehende Engagement und umfasst damit den Bereich des gemeinnützigen Engagements der Unternehmen. Corporate Citizenship ist im Wesentlichen auf Sponsoring, Spenden und Stiftungsaktivitäten begrenzt.

(Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS)

Leitlinien für eine nachhaltige Entwicklung

Im Jahr 2015 hat die Weltgemeinschaft die Agenda 2030 verabschiedet. Die Agenda ist ein Fahrplan für die Zukunft. Mit der Agenda 2030 will die Weltgemeinschaft weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und dabei gleichsam die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren. Dies umfasst ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Alle Staaten sind aufgefordert, ihr Tun und Handeln danach auszurichten. Deutschland hat sich bereits früh zu einer ambitionierten Umsetzung bekannt.

Die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, die Sustainable Development Goals (SDGs), richten sich an alle: die Regierungen weltweit, aber auch die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft.

(Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung)

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) wurde erstmals im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Dem Rat gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Den Vorsitz führt seit 2020 Werner Schnappauf, Rechtsanwalt und Berater, Staatsminister a.D. sowie Hauptgeschäftsführer des BDI a.D., stellvertreten von Imme Scholz, stellvertretende Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und Honorarprofessorin der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Die Aufgaben des Rates sind:

  • die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie,
  • die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten
  • sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.

(Quelle: Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung)

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex 2011 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung entwickelt. Der Anwenderkreis umfasst große und kleine, öffentliche und private Unternehmen mit und ohne Nachhaltigkeitsberichterstattung, berichtspflichtige Unternehmen und all jene Organisationen, die ihre Stakeholder über ihre Nachhaltigkeitsleistungen informieren wollen. Um den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) zu erfüllen, erstellen Anwender in der DNK-Datenbank eine Erklärung zu zwanzig DNK-Kriterien und den ergänzenden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die aus Global Reporting Initiative (GRI) und European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS) ausgewählt wurden.

(Quelle: Deutscher Nachhaltigkeitskodex)

Internationale Norm DIN ISO 26000: Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen

Die Norm DIN ISO 26000 soll international mehr Verantwortungsbewusstsein für Umwelt, Menschenrechte und ihren Schutz fördern . Sie ist ein freiwilliger Standard für Unternehmen ohne Zertifizierungsmöglichkeit. In dieser Norm werden alle Aspekte der Corporate Social Responsibility (CSR) angesprochen, die sich nicht nur an Unternehmen, sondern an alle Arten von Organisationen richten, unabhängig von ihrer Größe und dem Standort.

Lesen Sie für weitere Informationen die Broschüre des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

2016 hat die verabschiedete die Bundesregierung den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) im Bundeskabinett. der NAP ist ein fester Rahmen für die Achtung der Menschenrechte und verankert erstmals die Verantwortung von deutschen Unternehmen. Es wird von Unternhemen erwartet, dass sie die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht einhalten und Menschenrechte entlang ihrer Liefer- und Wertschöpfungsketten achten. Das Ziel ist klar umrissen: Mit dem Nationalen Aktionsplan will die Bundesregierung einen Beitrag leisten, die weltweite Menschenrechtslage zu verbessern und die Globalisierung mit Blick auf die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sozial zu gestalten und einen fairen globalen Wettbewerb stärken.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Als Grundlage der nachhaltigen Stadtentwicklung dienen 75 definierte Zukunftsleitlinien. Diese wurden stadtgesellschaftlich erarbeitet und 2015 vom Stadtrat beschlossen. Unterteilt in die vier Dimensionen Ökologie, Soziales, Wirtschaft und Kultur, stellen die Ziele eine Orientierung für die Arbeit aller beteiligten Akteure dar. Im Blick sind Gegenwart, Zukunft als auch weltweite Bedeutung. So soll zum Beispiel ein gesundes Stadtklima gefördert, verantwortungsbewusst produziert und sozialer Ausgleich geschaffen werden.

https://www.nachhaltigkeit.augsburg.de/zukunftsleitlinien

Unsere Partner: regional-engagiert.de und die Bertelsmann Stiftung

Endecken Sie die guten Beispiele im Nachhaltigkeitsatlas auch auf der Karte der Webseite regional-engagiert.de in der Region A³ und darüberhinaus viele weitere Projekte in ganz Deutschland.

Schieben Sie dafür die Karte in den gewünschten Bereich, zoomen Sie mit STRG+Scrollen oder geben Sie in der Suche die gewünschte Postleitzahl ein. Wenn Sie Beispiele außerhalb unserer Region anschauen möchten, müssen Sie vorher das kleine „x“ neben der PLZ 86150 klicken, um den voreingestellten Filter zu entfernen.

Regio Augsburg Wirtschaft GmbH

Die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH ist die regionale Wirtschaftsförderung der Stadt Augsburg, des Landkreises Augsburg und des Landkreises Aichach-Friedberg und zuständig für Regionalmarketing und Regionalmanagement. Sie organisiert Aktivitäten, Projekte und Veranstaltungen, initiiert und moderiert Netzwerke und entwickelt Marketingmaterialien z.B. in den Bereichen Innovation & Technologietransfer, Immobilien und Fachkräftemarketing. Weitere Informationen unter www.regio-augsburg-wirtschaft.de.

Wie wichtig das Thema Nachhaltiges Wirtschaften ist, wurde in der Region Augsburg frühzeitig erkannt. Jenseits der ,klassischen‘ Wirtschaftsförderung will A³ Impulse setzen hin zu einer regionalen Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit. Die aktuelle Bedeutung von Klimaschutz und der New Green Deal der EU geben der Region daher zusätzlich Rückenwind. Weil das Thema eine solch zentrale Rolle spielt, wurde Nachhaltiges Wirtschaften bereits 2016 als eigenes, zusätzliches Geschäftsfeld der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH etabliert.

In der Region gibt es zahlreiche Akteure und Netzwerke, die sich schon heute mit dem zukunftsweisenden Thema Nachhaltigkeit in all seinen Facetten befassen. Die neue Online-Plattform „Nachhaltigkeitsatlas“ führt Good Practice-Beispiele, Experten und Angebote aus der Region zusammen. Das zeigt: Im Wirtschaftsraum Augsburg ist unglaublich viel Knowhow bei den Unternehmen, Projekten, Netzwerken und Institutionen gebündelt, auch um die aktuellen Herausforderungen gemeinsam anzupacken und sich gegenseitig Impulse zu geben.

Hier finden Sie weiterführende Links zu den Angeboten der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH: ganz allgemein, zum Thema TEA-Transfer (Technologietransfer) und der Plattform Ressourceneffizienz.

Webseite Region A³
Webseite TEA-Transfer
Plattform Ressourceneffizienz

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